Der Schmoeler Hexenstein

 

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Das Projekt „Hexenstein“ - Zur Erinnerung an dunkle Zeiten auf Gut Schmoel

An  einem  Sonntag im September  2012  fand  im  Schwartbucker  Ortsteil  Schmoel -  dessen  Torhaus  das  Schwartbucker  Wappen schmückt -  eine  ganz spezielle  Veranstaltung statt.  Bei  strahlendem Herbstwetter trafen  sich  etliche Einwohner und  Interessierte, darunter Bürgermeister Goodknecht, Gutsverwalter Mönkemeier und mehrere  Gemeindevertreter,  um  einem  Einweihungsritual  des Giekauer Bildhauers  Jan Koberstein  beizuwohnen, der hier die  Errichtung eines besonderen Denkmals plant, das an die Schmoeler Hexenprozesse erinnern soll. 

   

 

 

 

 

  

 

Das alte Torhaus des Gutes Schmoel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildhauer Jan Koberstein bei der Einweihung des  Platzes mit dem vorläufigen Denkmal 


Was damals geschah:

Die  Ereignisse,  auf  die sich  das geplante Denkmal bezieht, sind historisch belegt: Im Frühjahr des Jahres 1686  gab es  allerlei  Gerüchte über  Hexerei und  Zauberei in den zum Gut Schmoel gehörenden Dörfern. 
Der  damalige  Gutsherr  Christoph  Graf Rantzau  ließ  daraufhin  kurzerhand  15  Frauen und Männer  festnehmen  und  wegen Schadenszaubers zum Tode  verurteilen, denn die Gerichtsbarkeit lag zur damaligen Zeit bei den Gutsherren, denen die Bauern untertänig waren.
Obwohl der  Giekauer  Pastor  Linekogel sich verzweifelt bemühte, einen Aufschub der Hinrichtung zu erreichen, weil  viele der Angeklagten bei ihm ihr Geständnis widerrufen hatten,  ließ  Graf  Rantzau  nicht   von  seinem  Vorhaben  ab.  Auch  als  die  Beklagten erklärten,  sie hätten alles nur zugegeben, um der Folter zu entgehen, blieb der Gutsherr  unerbittlich  und  die  Verurteilten  wurden  erst  erdrosselt  und  anschließend  auf  dem Scheiterhaufen verbrannt. 
Zur Erinnerung an diese schaurigen Ereignisse will Jan Koberstein einen „Hexenstein“ aus gebrannten Ziegeln schaffen.  Die Gemeinde Schwartbuck hat extra ein Stückchen Land erworben und hierfür zur Verfügung gestellt. Unter Mitwirkung etlicher Freiwilliger  wurde im Sommer 2013 an Ort und Stelle mit den erforderlichen  Vorbereitungsarbeiten begonnen. Interessierte, Spender und freiwillige Helfer können sich auch weiterhin bei Jan Koberstein melden. Nähere Infos unter www.hexenstein-schmoel.de

 

 

 

 

 

 

   Gut Schmoel auf einer historischen    
   Darstellung

 



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